GORLEBEN-CHRONIK

Das Jahr 2026

Was bringt 2026?

"Beteiligung" oder Transparenz in der Diskussion um die verlängerte Zwischenlagerung des Atommülls in Gorleben? Einen Neubau der "Kartoffelscheune"? Wohl kaum. Castor-Transporte rollen wieder durch Deutschland.

Januar

01.01.2026

Rund 80 Menschen kommen trotz des Schmuddelwetters an die Atomanlagen in Gorleben zum Neujahrstreffen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Gut, dass es für solche Wetterlagen die Undine-von-Blottnitz-Hütte gibt, bei Punsch und Krapfen stieß man auf der ersten politischen Kundgebung im Jahr 2026 auf das nächste Widerstandsjahr an.
Quelle: BI Lüchow-Dannenberg

Februar

01.02.2026

Bei eisiger Kälte findet am 1. Februar in Gorleben der 850. Sonntagsspaziergang rund um das ehemalige Endlager statt.

März

09.03.2026

Am 4. und 9. März werden Transporthauben für Castor-Straßentransporte aus Gorleben abtransportiert - und sorgen für Wirbel im Landkreis. Von einem "Atommülltransport" ist die Rede. Die Tieflader fuhren insgesamt drei der alten Hauben nach Lüneburg, wie es von dort aus weiterging, blieb unklar.

11.03.2026

Am 15. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe in Japan erinnern rund 60 Menschen auf dem Marktplatz in Dannenberg an die Opfer der Havarie.

Atomkraft hängt immer mit der Atombombe zusammen, so BI-Vorstand Martin Donat. Wolfgang Ehmke verwies für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die nicht abreißenden Forderungen nach einem Wiedereinstieg in die Atomkraft. Gemeinsam forderte die Kundgebung ein Klares "Nein!" zur Atomenergie.
Quelle: BI Lüchow-Dannenberg

24.03.2026

Nach 13 Jahren Diskussionen und Protesten tritt der erste von insgesamt 152 Castoren um kurz nach 22:00 Uhr seine Reise vom Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus an. Dort kommt er nach knapp 4 Stunden Fahrzeit über die Autobahnen in Nordrhein-Westfalen ohne größere Störungen an. In Jülich, Duisburg und Ahaus begleiten mehrere hundert Menschen den Beginn der "größten Atommüll-Lawine in der Geschichte" mit Protesten.

"Der längste, der teuerste und der überflüssigste Transport in ein Zwischenlager, das baugleich mit dem Zwischenlager in Gorleben ist", kommentiert die BI Umweltschutz und sendet "Soli-Grüße" aus dem Wendland.

... die Geschichte ist nicht zu Ende...

Die ganze Geschichte: