Gorleben-Chronik

Der Widerstand gegen die Atomanlagen Gorleben und die Atommüllpolitik der Bundesrepublik hat Geschichte geschrieben - auch wenn das Atommüllprojekt im Wendland trotz vieler Teilerfolge noch längst nicht Geschichte ist. Mehr als 40 Jahre nach den ersten Protesten ist Gorleben heute weltweit ein Synonym für Gegenwehr und die entschlossene Einforderung demokratisch verbriefter Rechte.

Diese (unvollständige) Chronik erzählt einerseits die Geschichte um die Entstehung des Atomstandorts Gorleben und der Castor-Transporte ins Wendland. Sie benennt außerdem andere wichtige atompolitische Entscheidungen oder Ereignisse. Andererseits ist sie aber auch eine Chronologie unseres Widerstands.

Der Widerstand gegen Gorleben ist ein Gesamtkunstwerk.

1979

WAA "nicht durchsetzbar"

Im März 1979 findet der legendäre "Treck nach Hannover" statt. Nach einer Großdemonstration in der Landeshauptstadt verkündet der Ministerpräsident das Aus für die WAA-Pläne in Gorleben.

zum Jahr 1979

1978

Ein Koffer voll Geld

Innerhalb von 5 Tagen sammeln Gorleben-Gegner*innen 800.000 DM, um der DWK beim Kauf weiterer Grundstücke über dem Salzstock Gorleben zuvor zukommen.

zum Jahr 1978

1977

Das Jahr der Standortbenennung

Nach der Benennung Gorlebens als Standort für ein "Nukleares Entsorgungszentrum" finden erste Großdemonstrationen statt.

zum Jahr 1977

1976

Gorleben taucht auf

(...) In einer zweiten Version der TÜV-Studie wurde handschriftlich der Standort Gorleben ergänzt und als am besten geeignet befunden. (...)

zum Jahr 1976

1975

Großer Waldbrand bei Trebel

Im August 1975 bricht bei Trebel ein großer Waldbrand aus. Die Bundesregierung geht bei der Standortsuche für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) davon aus, dass mehrere Salzstöcke parallel untersucht werden müssten. Gorleben gehört nicht dazu.

zum Jahr 1975

1974

Erste Standortsuche ohne Gorleben

Die Standortsuche für ein Atommülllager beginnt. Das Credo: So lange die Anlage genug Platz hatte und niemanden störte, war alles gut.

zum Jahr 1974

1973

Zwei AKW für das Wendland

1973 werden die Pläne bekannt, bei Langendorf an der Elbe ein Atomkraftwerk zu bauen. In der Debatte um einen Standort für ein Atommüll-Endlager bzw. die Errichtung eines Entsorgungszentrums spielt Gorleben 1973 offiziell keine Rolle.

zum Jahr 1973

und davor...

Die Anfänge: Erste Überlegungen, Atommüll in Salz zu lagern - statt ihn in der Tiefsee zu versenken. Gasexplosion im Salzstock Gorleben-Rambow.

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