2020 ohne Kulturelle Landpartie

"Schweren Herzens" wird es wegen der Corona-Pandemie zwischen Himmelfahrt und Pfingsten keine Kulturelle Landpartie - und damit auch keine Kulturelle Widerstandsparty an den Atomanlagen geben.

In einem unserer Zeitzeugeninterviews berichtete Irmhild Schwarz, Mitbegründerin der Kulturellen Landpartie, im letzten Herbst über die Entstehung der KLP:

40 Jahre Republik Freies Wendland

40 Jahre Republik Freies Wendland

33 Tage freies Leben mit der Utopia: Am 03. Mai 1980, besetzten Tausende Atomkraftgegner*innen ein Waldstück bei Trebel im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Es ist die Geburtsstunde der Freien Republik Wendland, die identitätsstiftend für den Widerstand gegen die Atomanlagen in Gorleben wurde.

Ende einer Utopie mit Schlagstöcken

Am 4. Juni 1980 wurde die „Republik Freies Wendland“ geräumt. Eine vierwöchige Utopie endet mit dem bis dahin größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. Ein paar Eindrücke.

zum Jubiläum:

Bei den Wörtern "Gorleben" und "Atomanlagen" denken viele, auch in Lüchow-Dannenberg, als erstes an "Castor", den Transport hochradioaktiver Abfälle ins Zwischenlager. (...) Alles davor erscheint selbst bei denen, die vorher dabei waren, als graue Vorzeit. - zum Beitrag anlässlich 40 Jahre Republik Freies Wendland von Karl-Friedrich Kassel

Von Träumen und dem Paradies – das Hüttendorf 1004
In Zusammenarbeit mit Dirk Drazewski hat das Gorleben Archiv ein Hörstück mit aktuellem Bezug aufgenommen. - zum Beitrag

2. Juni - heute vor 40 Jahren war die Räumung - zu Eindrücken

Chronik: Mai 1980 - Freie Republik Wendland - Hüttendorf auf 1004

Eine Erinnerung: Meine erste Platzbesetzung - "Republik Freies Wendland", 1980

Der Augenblick

Montagsblockade

Annina und Anja bei der Montagsblockade mit ihren Pferden 1992, vor dem Zwischenlager (Foto: privat)

Die erste Demo

12. März 1977, auf der Waldbrandfläche bei Gorleben.

„SKA against Castor“

Sommer 1994: Die Ska Band „No Sports“ spielt vor dem Zwischenlager. Im Bild: Peter Bauhaus.

Spielplatz

1979 – Spielplatz bei Trebel auf der Waldbrandfläche. Foto: Rudi Wedekind aus Hamburg

Sommer an der Elbe

Eine Demo der besonderen Art: Aktion „Badetag – Die Elbe ist wieder sauber“ in Hitzacker Juli 2002. Gegen die Verschmutzung durch eine Inbetriebnahme der Pilot-Konditionierungs-Anlage in Gorleben. Wir beachten: Dieter als Neptun!

Huch, was kommt denn da?

Trecker auf den Weg zur Demonstration gegen die Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Dragahn, 1982

Und wer sind die drei Hübschen?

2011 Castor Auftaktdemo bei Splietau. Foto: Rudi Wedekind aus Hamburg

„Staffelübergabe“

Fritz und Heinrich Pothmer auf der Bühne am 5. September 2009 in Berlin.

Bergwerk Gorleben „Besetzt!“

Bergwerk Gorleben „Besetzt!“: 14 BesucherInnen wollen am 3. September 2003 nicht mehr in den Lift nach oben. Ihre Forderung: Ein Aus der Pläne für ein Atommülllager im Salzstock Gorleben!

Ein Lachen wird sie besiegen

Webseiten-Betreuer, Baumkletterer, Familienpapa, liebenswürdiger Mitbewohner. Das Foto entstand auf dem Treck nach Berlin, 2009

Wie spät?

Februar 1990: Das Gelände für den den Bau einer Pilotkonditionierungsanlage (PKA) ist besetzt. Thommy Tonne Carnap und Vater Johannes Carnap.

Besuch auf der Tanke

29.3.2001, nahe des Verladebahnhofs Dannenberg (Foto: Günter Zint)

Wer sind denn die beiden „Hosenscheißer“?

1980, im Hüttendorf 1004. Foto: Rudi Wedekind aus Hamburg

Bohrloch 1003

1980 – Besetzung des Bohrloches 1003. Foto: Rudi Wedekind aus Hamburg

Ball Pompoes in Trebel

1992: Stilvoll feiern im Widerstand: Heinrich Pothmer, Harry Günther, Undine von Blottnitz

Oma Santelmann

1979 hinter dem Tresen in Gedelitz (Foto: Günter Zint)

Jua

der Archiv-Hund Jua (Foto: privat, 2019)

Lilo Wollny

1982 vor ihrem Grundstück in Vietze

Wir über uns

  • Ausstellungen
    Das Gorleben Archiv ist mit Exponaten und Dokumenten in kleinen und großen Ausstellungen vertreten - eine Auswahl.
  • Information in english
    The Gorleben Archiv documents the unique history of nearly 40 years of the Wendland resistance.

Aktuelles / Termine

4. Juni 1980: Ende einer Utopie mit Schlagstöcken

Am 4. Juni 1980 wurde die "Republik Freies Wendland" geräumt. Eine vierwöchige Utopie endete mit dem bis dahin größten Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. ...
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Hörstück: Von Träumen und dem Paradies – das Hüttendorf 1004

In Zusammenarbeit mit Dirk Drazewski hat das Gorleben Archiv ein Hörstück mit aktuellem Bezug aufgenommen. Auszüge aus Erlebnisberichten von Pastorinnen, Demonstrantinnen und Polizisten, die ihre ...
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“Tach Gorleben!” Der Film.

Besondere Zeiten - die BI meldet sich zu Wort: Die Kulturelle Landpartie im Wendland fällt Corona-bedingt aus, damit auch die "Kulturelle Widerstandspartie" an den Atomanlagen ...
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Besondere Zeiten brauchen besondere Ausstattung

In Niedersachsen bleibt das Bedecken von Mund und Nase in Geschäften und dem ÖPNV weiter Pflicht. Wir haben eine kreative Antwort: Ab sofort kann diese ...
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Traum von einer Sache – 40 Jahre RFW

Bei den Wörtern „Gorleben“ und „Atomanlagen“ denken viele, auch in Lüchow-Dannenberg, als erstes an „Castor“, den Transport hochradioaktiver Abfälle ins Zwischenlager. Das über mehr als ...
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Fotograf*innen

Im Gorleben Archiv befinden sich über 70.000 Fotos und Dias, ein großer Teil digitalisiert.

"Mein lieber Herr Albrecht...!"

Auf den Spuren eines politischen Großkonflikts

(...) „Mein lieber Herr Albrecht…!" Mit diesen Worten wandte sich im März 1979 in Hannover ein junger Landwirt aus Lüchow-Dannenberg an seinen Ministerpräsidenten. (...)

Das Buch des Gorleben-Archivs dokumentiert 34 Gespräche mit Zeitzeugen des gesellschaftlichen Wandels. Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus berichten offen, wie die Protestbewegung ihr persönliches Leben veränderte und ihre politische Haltung prägte.

192 Seiten, 20 Euro, VÖ: Dez. 2019

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