Gorleben-Chronik

2021 - Diskussion um Endlager, Transparenz & Beteiligung

Wegen der Corona-Pandemie befindet sich Deutschland im Lockdown. Der traditionelle Neujahrsempfang an den Atomanlagen am 1. Januar findet deshalb nicht statt.

"Der Ball liegt beim BaSE", urteilt die BI nach der ersten Fachkonferenz Teilgebiete am 5. bis 7. Februar, die wegen der Corona-Pandemie nur Online stattfindet. Drei Tage lang saßen hunderte Menschen vor dem Bildschirm und diskutierten den Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), der Ende September 2020 vorgelegt wurde. Martin Donat, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), und ihr Sprecher Wolfgang Ehmke hatten mit Impulsvorträgen auf der Konferenz dazu beigetragen, dass am Schlusstag Weichen gestellt wurden. Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, den nächsten Beratungstermin um drei Monate zu verschieben.

Am 16. Februar gibt die SALINAS Salzgut GmbH ihre Auflösung bekannt. Nach dem Ende als Endlagerstandort muss der Salzstock in Gorleben zugeschüttet – und kein neues Bergwerk zur Salzförderung aufgebaut werden. Dieser Ansicht sind die Gesellschafter der SALINAS Salzgut GmbH, die sich 1996 mit dem Ziel gründete, in Gorleben "Salz zu fördern statt Atommüll zu lagern". Nun ist "das zentrale Anliegen erreicht".

"SALINAS hat der Atomindustrie Stolpersteine in den Weg gelegt,“ so Christian Schön, Geschäftsführer der Salinas GmbH. „Besser Salz fördern als Atommüll lagern – diese große Idee haben wir Jahrzehnte lang beharrlich verfolgt. Mithilfe juristischer Auseinandersetzungen um Abbaurechte hat SALINAS das Endlagerprojekt deutlich verzögert. So hat das Unternehmen daran mitgewirkt, „dass eine gravierende politische Fehlentscheidung letztlich zurückgenommen werden musste“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

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