Fundstück
Beim Einwerben von Spendengeldern musste die BI schon immer fantasievoll sein. Als schmächtiger ‚David‘ stand sie doch einem übermächtigen Pakt aus Politik und Atomindustrie gegenüber: ‚David gegen Goliath‘. Nicht umsonst hat das Gorleben-Archiv das gleichnamige Plakat von Irmhild Schwarz zu seinem Mottobild gemacht. „Schutzbriefe“ zur Finanzierung von Prozessen 1981 hatten sechs EinwohnerInnen aus der näheren…
„Fundstücke“ müssen nicht immer Jahrzehnte alt sein… Diese Erinnerung ist nämlich erst zwölf Jahre alt – hat aber eine viel längere Geschichte: Im Januar/Februar 2013 erschien die erste Ausgabe der Gorleben Rundschau, dem Mitteilungsblatt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., in einem neuen Gewand. Der Umstellung war eine mehrmonatige Entwicklungsarbeit vorausgegangen, im Zuge derer während der…
Mit dem „Fundstück Januar 2025“ hat Peter Bauhaus ein für die Deutsche Bundespost unrühmliches Gorleben-Kapitel ausgegraben. Insbesondere das Postamt Lüchow schloss allein 1979 etwa 600 Briefe der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg von der Beförderung aus und sandte sie an den Absender zurück:
Naturhistorisches Diorama über Riesenmaulwürfe auf der Castorstrecke (mit Gängesystem, Bruthöhle und Vorratskammer) Wir erinnern uns: Auf der Castorstrecke zwischen Dannenberg und dem Zwischenlager kam es zum Ende der 90er Jahre immer wieder zu Untertunnelung von Straßen. Während die Polizei davon ausging, dass es sich um Taten von Atomkraftgegner*innen handelt, kam die Recherchegruppe WAW*) 1998 zu…
Jahrelang an jedem Samstag in der Dannenberger Marschtorstraße präsent: der Info-Stand der BI-Ortsgruppe Dannenberg… Dann wurde es komfortabler: Eröffnung des DWK – Dannenberger WiderstandsKontor. Kurz nachdem im November 1982 Dragahn als möglicher Standort für eine WAA benannt worden war, richtete die „DWK (Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen) in Dannenberg eine Geschäftsstelle ein. Mit bunten…
Am 8. Oktober vor 40 Jahren erreichte der erste Atommüll-Transport den kleinen Ort im Wendland – heimlich und auf Schleichwegen. Es handelte sich nicht um die Jahrzehnte später heiß umkämpften „Castor-Transporte“, sondern um LKWs mit mittel- und schwachaktiven Abfällen aus deutschen Atomkraftwerken. Diese Fuhren gibt es im Gegensatz zu den „Castortransporten“ nach Gorleben bis heute.
Vor 42 Jahren, am 4. September 1982, folgten 10.000 Menschen dem Aufruf zum Musikfestival „Tanz auf dem Vulkan“ als Reaktion auf den Baubeginn der Zwischenlagerhallen in Gorleben. Bundesweit protestieren 40.000 Menschen an den potentiellen Standorten für Wiederaufarbeitungsanlagen und demonstrieren „dezentrale Gemeinsamkeit“. radio dreyeckland zum „Tanz auf dem Vulkan“: Im Wald hinter der Baustelle in Gorleben…
Vor fünf Jahren, im August 2019, verschwindet die Schutzmauer rund um das Bergwerk Gorleben. Begonnen wurde mit der „vertrauensfördernden Maßnahme“ schon im April 2019 mit einer symbolischen Aktion vor Presse und Publikum, als ein Eingangstor entfernt wurde. Künftig wird die Anlage von einem einfacheren Zaun eingeschlossen. Ein Teilstück der Mauer bleibt auf Initiative des Landkreises…
Ein richtig großes Projekt starten Atomkraftgegner:innen aus dem Wendland im Juli 2009: Mit einem „Infobus“ beginnt am 5. Juli in Gorleben eine bis zum 3. August dauernde und 4.000 km lange Rundtour zu atomaren Brennpunkten und befreundeten Initiativen in Deutschland, der Schweiz und Tschechien. Die „Münchhausen-Gesellschaft für Akzeptanzförderung (MgfA)“ führt einen Bohrturm zur Suche nach…
35 Jahre Gorlebener Gebet Seit 35 Jahren treffen sich jeden Sonntag um 14 Uhr – nur wenige Schritte entfernt vom ehemaligen „Erkundungsbergwerks“ Gorleben – Menschen verschiedener Konfessionen zum „Gorlebener Gebet“. Es sind Handarbeiter:innen, Musikant:innen, Unverfrorene, Gleichgesinnte aus aller Welt, denn es wurde auch Hand angelegt, als Kreuze vom Atomkraftwerk Krümmel und von der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage…