Wenige Tage nach Bekanntwerden des Umstands, dass der Salzstock im Wendland nicht weiter auf die Eignung als Atommülllager erkundet werden soll, feiern Atomkraftgegner das Aus für Gorleben nach 43 Jahren des Widerstands.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

28. September

Heute vor einem Jahr ist der Standort Gorleben aus der Endlagersuche ausgeschlossen worden. Heute ist klar: das Schacht wird verfüllt! Im Wendland stehen aber >100 Atommüll-Behälter mit hochradioaktivem Inhalt, unsicher, ohne Ziel & Perspektive.

Nach dem Gorleben-AUS löste sich im Februar 2021 die SALINAS Salzgut GmbH auf. „Salz fördern ist besser als Atommüll lagern“ war das Motto des von Atomkraftgegner*innen 1996 gegründeten Unternehmens. Mit dem Anspruch in Gorleben Salz aus der Erde zu holen, sollte das Atommülllager verhindert werden. „Wir wollen das schöne Salz nutzen und nicht verstrahlen“, sagte Thomas Hauswaldt, Geschäftsführer der Salinas GmbH, 2015. Salinas bestritt zähe Gerichtsprozesse, die teilweise gewonnen werden konnten. Salz fördern durften sie aber nie. Mit dem Ausschluss Gorlebens aus dem Suchverfahren vor einem Jahr wurde „das zentrale Anliegen erreicht“, hieß es dann im letzten Februar. SALINAS löste sich daraufhin auf (hier zur Pressemitteilung).

Harry Günther aus Reddebeitz hat nun für das Gorleben Archiv SALINAS-Requisiten aus dem langen Kampf gegen Gorleben bei sich eingelagert. Darunter eine große Nachbildung einer Salzpackung aus Holz, die schon auf der „Stunkparade“ im November 1999 mit nach Berlin oder 2001 vor dem Castortransporte durch das Wendland rollte. Danke Harry, für deine Unterstützung!

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