Projekttag mit Achtklässler:innen
In dem Projekt „Bildungsmaterialien zu Gorleben“ arbeiten wir unter anderem an Unterrichtsmaterial für Schulen. Unterstützt wird Anna in ihrer Arbeit dabei von ihrer ehemaligen Dozentin Frau Dr. Rox-Helmer, Geschichtsdidaktikerin an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Bereits im Wintersemester 2024/25 wurden didaktische Do’s and Don’ts für die Behandlung des Themas im Unterricht erarbeitet und erste Entwürfe für gorleben-spezifisches Unterrichtsmaterial entwickelt. Im Sommersemester 2025 arbeiteten Studierende in Gruppen an weiteren Materialien. Das Archiv stellte dafür das fachliche Hintergrundwissen sowie geeignete Quellen bereit, während Frau Rox-Helmer die didaktische Begleitung übernahm.
Den praktischen Abschluss bildete ein Projekttag an der JLU Gießen in Kooperation mit der Ostschule Gießen. Eine achte Klasse verbrachte einen ganzen Schultag auf dem Campus.
Schon der Einstieg sorgte für Irritation: Im Flur ertönte eine Radiodurchsage mit der Nachricht, Gießen werde Standort für Deutschlands Atommüll-Endlager. Genau dieser überraschende Moment wurde als Gesprächsanlass genutzt und machte das Vorwissen der Gruppe sichtbar.
Im Seminarraum führten die Studierenden den Gedanken anschließend zum einst geplanten Endlager im Gorlebener Salzstock zurück. Ein Zeitstrahl konnte die Jahrzehnte währenden Proteste anschaulich machen und sie historisch einordnen. Danach arbeiteten die Schüler:innen in Kleingruppen weiter – die einen zu Protestplakaten, die anderen zu Marianne Fritzen und die dritte Gruppe untersuchte die Beweggründe der Protestierenden anhand von Zeitzeug:innen-Interviews. Die Lehrkräfte, Frau Dr. Rox-Helmer und Anna begleiteten die Arbeitsphasen und bekamen so einen Einblick in die unterschiedlichen Zugänge der Gruppen.
Am Ende des Tages präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse vor der gesamten Klasse mit selbst gestalteten Plakaten. Anschließend blieb noch Raum für Fragen, z.B. zur Zwischenlagerung und dem, aktuellen Stand der Endlagersuche. Bevor der Projekttag endete, konnten die Schüler:innen außerdem Rückmeldung zu Materialien, Aufgabenstellungen und Ablauf geben. Dieses Feedback fließt in die folgende Überarbeitung des Materials ein.
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