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„Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ – Fotoausstellung im Rundlingsmuseum Wendland

Laufzeit: 12.06.-1.11.2026, Vernissage: Donnerstag 11.06. um 17 Uhr

Die Sonderausstellung „Mächtig stören. Trecker im Gorleben Protest“ widmet sich einem besonderen Element des Widerstands: dem Trecker. Anhand von Fotografien, Plakaten und ausgewählten Objekten zeigt die Ausstellung, welche zentrale Rolle die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge im jahrzehntelangen Protest gegen das geplante nukleare Entsorgungszentrum in Gorleben spielten.

Trecker waren dabei weit mehr als Transportmittel. Sie wurden zu Symbolen bäuerlicher Beteiligung, zu mobilen Demonstrationsplattformen, zu Blockadeinstrumenten und zu kreativen Mitteln der Unterstützung des Widerstands. Die Ausstellung zeichnet diese vielfältigen Einsatzformen nach – von großen Demonstrationstrecks über gezielte Blockaden bis hin zu solidarischen Aktionen, mit denen der Protest organisiert und getragen wurde.
Zugleich lädt die Ausstellung dazu ein, Erinnerungen an fast fünf Jahrzehnte Protestgeschichte im Wendland zu teilen. Besuchende können eigene Erfahrungen, Geschichten und Perspektiven einbringen und so dazu beitragen, dass ein vielstimmiges Bild aufgezeigt wird.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Rundlingsmuseum Wendland und dem Gorleben Archiv e.V.

Rahmenprogramm

18. Juni – Offene Gesprächsrunde, 17-20 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ lädt das Rundlingsmuseum Wendland und das Gorleben Archiv e.V. alle Interessierten ein, persönliche Erinnerungsstücke aus der Protest-Zeit, wie Fotografien, Plakate, Flyer oder auch andere Artefakte mitzubringen. In einer offenen Gesprächsrunde wollen wir gemeinsam in einen Austausch kommen: Welche Geschichte und welche Erinnerungen verbergen sich hinter dem mitgebrachten Gegenstand? Wie wurde die Zeit des Protests persönlich erlebt? Welche Erinnerungen sollen festgehalten werden für spätere Generationen?

27. August – Landwirt:innen im Gespräch , 17-18:30 Uhr
Die Menschen, die mit ihren Treckern den Widerstand im Wendland geprägt haben, wie Mitglieder der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, berichten anlässlich der Ausstellung „Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ von konkreten Aktionen und Blockaden mit Treckern, die hier fotografisch dokumentiert sind. Im moderierten Gespräch mit dem Publikum geht es um Motivation, Herausforderungen und die Auswirkungen ihres Engagements. Wie hat der Protest das kollektive Selbstverständnis unseres Landkreises geprägt und bis heute nachhaltig verändert? Welche Erinnerungen sollen in das kulturelle Gedächtnis aufgenommen werden? Was können wir aus dieser politischen Partizipation für die Zukunft lernen?

08. Oktober – Fotograf:innen im Gespräch, 17-18:30 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „Mächtig stören. Trecker im Gorleben-Protest“ geben die Fotograf:innen der Ausstellung Einblick in ihre Arbeit und berichten von besonderen Momenten bei der Dokumentation der vielen kreativen Trecker-Aktionen. Welche Motivation begleitete die oft jahrelange fotografische Beobachtung der (Amateur-)Fotograf:innen und welche privaten Erlebnisse und Erinnerungen wollen sie teilen? Gemeinsam mit einem künstlerisch arbeitenden Fotografen diskutieren sie u.a. über den dokumentarischen Wert von Laienfotografien als Erinnerungsträger, künstlerischen, dokumentarischen und privaten Ansätzen bei der Fotografie bestimmter Ereignisse und über die jeweiligen Vorteile und Potenziale.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos.

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