45 Jahre Republik Freies Wendland
Am 3. Mai 1980 besetzten Aktivist:innen das Borhloch 1004 und errichteten die „Republik Freies Wendland“. In dem Hüttendorf wurden die Vorstellungen von einem anderen und besseren Leben in die Realität umgesetzt. Doch nach 33 Tagen Utopie wurde der Platz gewaltsam von der Polizei geräumt. Bis heute hat sich diese Zeit der gelebten Utopie tief im kollektiven Gedächtnis des Wendlands eingebrannt.
Attila Dézsi, der für seine archäologische Dissertation von 2016 bis 2018 Teile des Hüttendorfes wieder ausgrub und viele Zeitzeug:innen befragte, wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet: Nach dem Deutschen Studienpreis für Archäologie der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) sowie dem Studienpreis der VGH Stiftung erhielt der Nachwuchswissenschaftler auch den Barbara-Scholkmann-Förderpreis für Historische Archäologie.
Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums kommt er auf Einladung des Gorleben Archivs nach Platenlaase und stellt sein Buch „Archäologie der Republik Freies Wendland. Zu einer kritischen Archäologie der Zeitgeschichte“ vor: Am Freitag, den 13. Juni 2025, um 19 Uhr.
Das Buch kann hier kostenfrei gelesen oder käuflich erworben werden.
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