Protest!
Protest – auf der Straße und im Internet, mit Plakaten und Petitionen, schweigend und mit Sprechchören: „Protest ist ein öffentlicher Widerspruch – formuliert, um einen Status quo zu kritisieren und sich für Veränderungen einzusetzen. Protest ist ein Problemanzeiger und eine direkte Form politischer Partizipation, der den politischen Regelbetrieb stören möchte und politisches Handeln unmittelbar einfordert. Er trägt damit dazu bei, die Gesellschaft zu verändern.“
Die Bundeszentrale für politische Bildung hatte bereits im Juni 2019 zu einem Kongress unter dem Titel „Auf die Straße!“ nach Hamburg eingeladen, soeben ist ein Zeitbild des Protests im Nachkriegsdeutschland ab 1949 bis 2020 erschienen. 468 Seiten stark, mit Beiträge zu mehr als 90 Ereignissen aus der Bundesrepublik, der DDR und dann seit 1990 im geeinten Deutschland sowie ausgewählte Portraits machen deutlich,“ ohne Protest gäbe es keine Demokratie“.
Für dieses Zeitbild hat Gabi Haas, Vorsitzende des Gorleben Archivs, zwei Beiträge zur Geschichte des Gorleben-Widerstands verfasst. Die Anti-AKW-Bewegung nimmt ohnehin einen angemessenen Raum in dem Zeitbild ein: Wyhl, Brokdorf, der Hamburger Kessel – bis hin zum Aus des Endlagerprojekts in Gorleben. Wolfgang Ehmke hat für dieses Projekt Marianne Fritzen, die „Gründungsmutter“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), portraitiert. Ab sofort kann das Buch bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellt werden.
Herausgeber: Martin Langebach, Seiten: 468, Erscheinungsdatum: 21.10.2021, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 3934, Preis 7 Euro
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