Amateurfotographie und Gorleben-Widerstand

Ab dem 3. Oktober werden Bilder aus dem Fotoarchiv von Ingrid und Werner Lowin unter dem Motto „Amateurfotographie – Vom Bauhaus zu Instagram“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg gezeigt.

Einer von drei Teilen der Ausstellung heißt „Gesellschaft verändern!“ und beleuchtet die Amateurfotografie als „demokratisches Instrument der Gesellschaftskritik in der Bewegung der Arbeiterfotografie der 1920er und 1930er Jahre und ihrer Verbindung zum Bauhaus, in der Protestkultur der 1970er Jahre und in den sozialen Netzwerken heute“. Die Ausstellung stellt Instrumente wie „Protestselfies“, partizipative Projekte oder Bildersammlungen von Bürgerjournalist*innen vor, die zu aktuellen politischen Ereignissen Stellung nehmen.

Ingrid und Werner Lowin verstehen ihre Tätigkeiten als persönliche, aber durchweg widerständige politische Arbeit. Seit 1994, also während aller bisherigen Castor-Transporte, haben sie in über 50.000 Fotos den Protest in und um Gorleben und die Schatten eines drohenden Atom- und Polizeistaats dokumentiert.

Mit ihren Fotos haben Ingrid u. Werner Lowin den gewaltigen, gewaltlosen Protest, die Entschlossenheit und Kreativität des Widerstandes, aber auch diverse Polizeiübergriffe und unverhältnismäßige Polizeieinsätze „festgehalten“ und „Erinnerungen für die Zukunft“ geschaffen.

Zuletzt erschien der Fotoband „Auf den Spuren des gelben X“, der sich der bildhaften Erläuterung des bekanntesten Widerstandssymbols aus dem Wendland widmet. Ein Eindruck ihrer Arbeiten auf der Webseite des Gorleben Archivs.

Eröffnung der Ausstellung

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