Umweltprotest und Demokratisierung
Seit den Siebzigerjahren demonstrieren, blockieren und argumentieren die verschiedensten Umweltgruppierungen gegen staatliche und gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Vor allem der Staat reagierte zunächst mit administrativen und polizeilichen Maßnahmen zum Abblocken der Forderungen. Mehr und mehr setzten sich jedoch die Aktivisten durch und zwangen Staat und Politik zu Zugeständnissen vor allem bei der Beteiligung von nichtstaatlichen Akteuren in den verschiedensten Politikbereichen.
Dies wurde nicht zugestanden, sondern erkämpft. Zugleich führte das auch zu offeneren und öffentlichen Verfahren, staatliches Handeln wurde in vielfacher Weise durchschaubarer und beeinflussbarer.
Diesen Prozess stellte Alexander Thiele, gebürtig aus dem Landkreis und jetzt Juraprofessor in Berlin, bei seinem Vortrag „Der Beitrag der (wendländischen) Umweltbewegung zur Demokratisierung“ am 9. Dezember 2024 im Gorleben Archiv heraus.
Mit diesem Vortrag eröffnet das Gorleben Archiv eine Gesprächsreihe, bei der Wissenschaftler, die im Gorleben Archiv geforscht haben, die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorstellen. Geplant sind in Zukunft Veranstaltungen mit Attila Dezsi, einem Archäologen, der für seine Doktorarbeit über die Ausgrabungen auf den Gelände der Republik Freies Wendland mehrfach prämiert wurde und mit Viktoria Noka, die in ihrer Doktorarbeit die strukturellen Veränderungen im Wendland durch die Protestbewegung gegen die Atomanlagen erforscht.
Audiomitschnitt der Veranstaltung am 9.12.24 im Gorleben Archiv
die Datei herunterladen (100 MB, mp3)
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