Ab 4.7.: Kreuzweg von Gorleben nach Garzweiler
Ein breites Bündnis aus Klima- und Umweltinitiativen, christlichen Gruppen und kirchlichen Institutionen ruft zu einem „Kreuzweg für die Schöpfung“ auf. Ein Kreuz aus Gorleben wird in 26 Etappen (ca. 470 km) nach Lützerath, einem akut bedrohten Dorf an der Tagebaukante Garzweiler getragen.
Im Frühjahr 1988 machten sich Atomkraftgegner*innen in Wackersdorf, dem geplanten Standort einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage, mit einem Kreuz auf den Weg nach Gorleben – dem geplanten Standort eines sogenannten Endlagers. Sie gingen zu Fuß, in 33 Etappen, über 1200 km. Mehr als 6000 Menschen beteiligten sich an diesem Kreuzweg für die Schöpfung: Sie drückten damit nicht nur den – auch christlich geprägten – Widerstand gegen die zerstörerische Atomtechnologie aus, sondern auch die Kontinuität der Kämpfe und die Solidarität der Aktivist*innen.
In diese Tradition stellt sich nun ein Bündnis, das erneut zu einem „Kreuzweg für die Schöpfung“ aufruft und ein Kreuz von Gorleben nach Garzweiler, ins Rheinische Braunkohlerevier tragen wollen.
Gestartet wird am Sonntag, 4. Juli mit dem „Gorlebengebet“, die Strecke geht über das AKW Grohnde, das Kohlekraftwerk Datteln IV, der RWE-Zentrale in Essen und endet am 1. August in Lützerath, dem Dorf an der Tagebaukante von Garzweiler II, das akut von Zerstörung bedroht ist.
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