Plakatwettbewerb für Jugendliche im Rahmen des frauenORTES Marianne Fritzen
Bereits zum vierten Mal haben das Gorleben Archiv und die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Lüchow (Wendland) im Rahmen des FrauenORTES Marianne Fritzen eine neue Runde des Plakatwettbewerbs für Jugendliche ausgeschrieben. Der Wettbewerb will junge Menschen in ihrem politischen Denken und Handeln unterstützen und sie zu einem kreativen und politischen Blick auf ihre Umgebung anregen.
Mutig, geradlinig und mit einem großen Weitblick prägte Marianne Fritzen über Jahrzehnte die Anti-Atomkraft-Bewegung. Auf ganz besondere Weise vereinte sie fachliche Souveränität in der politischen Auseinandersetzung mit Formen des zivilen Ungehorsams in seiner Vielfältigkeit bei einem klaren Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit. Ihr war es ein großes Anliegen, dass Argumente gut und überzeugend vermittelt werden, damit sie in der öffentliche Diskussion Platz haben und dieser auch standhalten. Sie war über 10 Jahre lang in der Kommunalpolitik aktiv, sowohl im Samtgemeinderat als auch im Kreistag und als stellvertretende Bürgermeisterin von Lüchow. Es war ihr wichtig, sich mit unterschiedlichen Positionen auseinanderzusetzen und eine angemessene politische Debatte zu führen.
Wegen der anstehenden Kommunalwahl im September wurde „Vielfalt in der Kommunalpolitik (?)“ zum Thema des diesjährigen Wettbewerbs.
Die Plakate sollten strukturelle Herausforderungen in der Kommunalpolitik und Problemlagen öffentlich machen oder Lösungen aufzeigen. Es konnten Einzel- oder Gruppenarbeiten abgeben werden. Wichtig für die Bewertung war auch der Slogan und seine Einbindung in das Gesamtkonzept. Zentral bewertet wurde, inwiefern eine verständliche politische Forderung oder ein klares Statement deutlich wird.
Die aus Uta-Helene Götz, Johanna Koopmann, Eckhart Tietke und Camillo Ritter bestehende Jury bedankt sich für die Teilnahme der Schüler:innen an dem Wettbewerb und betont die hohe Qualität der eingereichten Plakate. Diese zeugen gleichermaßen von einem ausgeprägten politischen Bewusstsein und künstlerischer Originalität. Es ist der Jury nicht leicht gefallen, aus den Einreichungen die drei Plätze in den beiden Kategorien zu bestimmen.
Für die Mittelstufe hat sich die Jury nach intensiver Diskussion für die folgenden Plakate entschieden.
1. Platz: Das Plakat „WENN ALLE fehlen FEHLT Vielfalt“ von Anton Schulz, Lea Rußmann und Bela Kroll bekommt den 1. Platz, weil es künstlerisch frei gestaltet ist und trotz seiner Zartheit in der Gestaltung zum Hinschauen auffordert.
2. Platz: „Viele Stimme, viele Töne“ von Ahmed Nandeem, Ole Ziegeler und Finn Runne
3. Platz: „Viele Stimmen. Eine Zukunft“ von Marlon Schumann
- Mittelstufe 1. Platz: Lea Rußmann, Bela Kroll, Anton Schulz
- Mittelstufe 2. Platz
- Mittelstufe 2. Platz: Ahmed Nandeem, Finn Runne, Ole Ziegeler
- Mittelstufe 3. Platz
- Mittelstufe 3. Platz: Marlon Schumann
Für die Oberstufe hat sich die Jury nach intensiver Diskussion für folgende Plakate entschieden.
1. Platz: Das Plakat „DU BESTIMMST MIT“ von Alina Groo, Giulia Appel-Rösch, Darja Schumtschenko und Frieda Lasalle hat die Jury durch die direkte Ansprache des Betrachtenden überzeugt. Das Plakat ermutigt und fordert zum politischen Handeln auf. Außerdem ist es farblich und stilistisch in sich stimmig. Es würde im öffentlichen Raum eine große Aufmerksamkeit erzeugen.
2. Platz: „Vielfalt vereint“ von Malak Mandou und Merle Kehbein
3. Platz: „Miteinander Füreinander“ von Annika Straßenburg, Sophia Appel und Tessa Weber
Lobend erwähnt wird das Plakat „Stadt Land Vielfalt“ von Nika Thiele und Jolina Warneke.
- Oberstufe 1. Platz
- Oberstufe 2. Platz
- Oberstufe 3. Platz
- Oberstufe Lob
- Oberstüfenschülerinnen: Von links nach rechts: hinten: Giulia Appel-Rösch, Alina Groo, Merle Kehbein, Malak Mandou, Lina Steffens, Annika Straßenburg, vorne: Darja Schumtschenko, Frieda Lassalle, Sophia Appel
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