Demo in Gorleben am 12.03.1977, Bild: G. Zint

12. März – Eröffnung des „frauenORT“ verschoben

Drei Wochen nach der Standortbenennung Gorlebens als „Nukleares Entsorgungszentrum“ (NEZ), am 12. März 1977, findet die erste Demonstration statt. 16.000 Menschen versammeln sich auf der gespenstischen Waldbrandfläche bei Gorleben – der Widerstand hat begonnen.

Am 22. Februar 1977 überrascht der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht die Bundesrepublik mit der Entscheidung, im Wendland ein nationales Endlager für hochradioaktiven Atommüll und eine Wiederaufarbeitungsanlage zu errichten. Es sollte das größte Industrieprojekt Europas werden. Doch stattdessen beginnt das große Erwachen des Wendlandes. Auch die ältere Generation, von der viele seit Jahren nichts mehr mit Politik zu tun haben wollten, beginnt wieder
politisch zu denken und zu handeln. Und viele der auswärtigen Demonstranten lernen den Landkreis schätzen und verlegen ihren Wohnsitz hierher.

Eröffnung des „frauenOrt“ verschoben

Am 12. März, dem 44. Jahrestag der Demonstration, sollte eigentlich ein neuer „frauenORT“ zur Erinnerung an Marianne Fritzen, Gründungsmitglied des Archivs und lange Jahre Vorsitzende der BI, eröffnet werden. Wegen der Corona-Pandemie ist diese Feier in den Sommer verschoben. Mieke Fritzen-Einfeld, Mariannes Tochter, wir in Gedenken an ihre Mutter und für das Projekt Frauenorte in Niedersachsen am Sonntag, 14. März, das Gorlebener Gebet gestalten. Beginn ist wie jeden Sonntag 14.00 Uhr, an den Kreuzen nahe des Bergwerks.

(Foto: G. Zint)

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