Werkstatt Rixdorfer Drucke

Die „Werkstatt Rixdorfer Drucke“ vier politisch engagierter Künstler aus Berlin und Lüchow-Dannenberg hat im Wendland einige Berühmtheit erlangt: 1978 erschien dort der einzigartige „Entsorgungskalender 1978, den Atompark Gorleben betreffend“.

Die gestanzten Holzschnitte waren mit zwölf neuen Bauernregeln als originelle Kalendersprüche von Hellmuth Feye in zwölf Typographien versehen: giftige Verse wider die Atomkraft mit typischer Gestaltung der Rixdorfer. Uwe Bremer, einer von ihnen, lebt seit 1974 in Lüchow-Dannenberg.

Ein Jahr später erschien „Der Atom-Postkarten Kalender 1979“. Er enthielt lakonische Slogans und Rixdorfer Grafiken. Die trauergeränderten Monatslosungen – „Spalte und herrsche“ oder „Atomspaltung ist Knochenarbeit“ oder „Damit nicht nur die Kühe ins Gras beißen“ – stammten von Nicolas Born, Hans Christoph Buch, Kai Hermann und anderen Atomkraftgegnern.

Mit dem Verkauf der Kalender und Postkarten wurde die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in ihrem Kampf gegen das Gorlebener Projekt unterstützt. Damals für 4,80 und 14,80 D-Mark zu erwerben – heute im Gorleben Archiv und vielleicht noch in einem Antiquariat für viele Euro.

erschienen in: Gorleben Rundschau, Ausgabe Mai / Juni 2016

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