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Langfristiges Projekt gestartet
Digitalisierung und Sicherung von Videokassetten und
Bildmaterial.
Aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung vom
3.
Juni 2011
"TOP 6 Aktuelle Berichte
Maggie weist darauf hin, dass der auf der letzten MV in Aussicht
gestellte, zweckgebundene Zuschuss des Kulturreferats des
Landkreises Lüchow-Dannenberg von 8.000,00 € eingegangen ist.
„Zweckgebunden“ heißt: Das Geld soll eingesetzt werden für die
Digitalisierung und Sicherung von Videokassetten und Bildmaterial.
Burghard Kulow und Bernd Westphal berichten über die schon
getätigte Vorbereitung und Planung des Projekts. Es wurden die
benötigten Geräte ausgesucht und bestellt. Als erstes konnte heute
ein großer Bildschirm im Empfangsraum des Archivs installiert
werden.
Der Einkauf erfolgt bewusst in der Region. Unbeabsichtigt führt
dies dazu, dass der Händler Schmidtke in Dannenberg uns die Geräte
zu seinem Einstandspreis überlässt, also mit einer hohen Spende
seinerseits.
Das Projekt wird lange Zeit in Anspruch nehmen, weil das Prüfen
und Überspielen zeitlich nur 1:1 geht und nicht beschleunigt
werden kann."

Es handelt sich um eine große Anzahl von Video-Kassetten und
einige Filmrollen aus
40 Jahren Gorleben-Widerstand.
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Zur Kulturellen Landpartie 2011 gibt es einen
der Wunde.r.punkte
im Gorleben Archiv vom 2. bis 13. Juni.
www.kulturelle-landpartie.de/
David gegen Goliath

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Unternehmen gegen Atomkraft
Die Unternehmen gegen Atomkraft organisieren 3
Lese-Veranstaltungen unter dem Motto Lesen ohne Atomstrom. Wir
freuen uns, für diese Lesereihe bekannte und engagierte
Persönlichkeiten gewonnen zu haben. Die Lesungen sind kostenlos –
die Künstler treten ohne Gage auf,
Lesen wird:
Feridun Zaimoglu:
am 07.04.2011 um 20 Uhr in der Buchhandlung im
Schanzenviertel, Schulterblatt 55, 20357 Hamburg
Nina Hagen
am 09.04.2011 im Zelt an der Elbuferstraße, direkt vor dem AKW
Krümmel. Einlass ab 18.30 Uhr
Günter Grass
am 10.04.2011 im Zelt an der Elbuferstraße, direkt vor dem AKW
Krümmel. Einlass ab 10.45 Uhr
Es freut sich auf sehr viele Besucher
das Team vom Autodock
Ingo Werth, Axel Naguschewski, Ralf Werth
Wer interessiert ist, möge auf unserer Seite
www.lesen-ohne-atomstrom.de den aktuellen Stand unserer Planung
einsehen
Wer heute schon seinen Stromanbieter wechseln möchte kann das bei
unserem Partner EWS unter
www.ews-schoenau.de tun
oder zur Veranstaltung die letzte Stromrechnung mitbringen.
Das Gorleben Archiv wird sich in Krümmel mit
einem Infostand vorstellen.
Flyer Lesen ohne Atomstrom PDF
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Dezember 2010
Nachdem sich die Mitarbeiter des Archivs und alle Mitglieder des Vereins
im "Heute", bei der immensen Organisationsarbeit für die bisher
größte Castoraktion verausgabt hatten, wird nun wieder die
eigentliche Archivarbeit voranschreiten.
Neben der weiteren Archivierung der umfangreichen Sammlungen
von Printmedien, liegen auch zahlreiche Filme auf
unterschiedlichen Trägern vor. Sie sollen digitalisiert werden, um
sie mit zeitgemäßen Geräten wieder sichtbar zu machen.
Aktuell gibt es zahllose Videos im Internet, die dort über kurz
oder lang wieder verschwinden werden. Das Archiv will auch diese
für die Zukunft sichern. (Zumindest einen aussagekräftigen
Querschnitt: Auf Youtube werden mit der Suche "Castor 2010" über
7000 Videos angeboten!)
Zwei Beispiele:
www.youtube.com/user/BiLuechowDannenberg
www.graswurzel.tv/
Und natürlich Bilder, Bilder, Bilder ..
Bringen Sie erhaltenswertes Material in das Archiv und
Spenden
wegen vorheriger Meldung :
Juli 2010
Das Gorleben Archiv zieht um
Die Räume des Archivs in Grabow
sind mittlerweile zu klein, um alle Archivalien aufzustellen und
zugänglich zu machen. In der Stadtmitte von Lüchow konnten wir vor
kurzem komplett sanierte Räumlichkeiten anmieten, die für die
Zwecke des Archivs ideale Möglichkeiten bieten.
Durch Eigenleistung sparen wir die
Umzugskosten. Zurzeit sind wir dabei zu packen und zu
transportieren. Deswegen ist die Nutzung des Archivs im Juli und
August nicht möglich.
Ab 01.09.2010 ist unsere neue
Adresse:
Gorleben Archiv e.V., Rosenstraße 17, 29439 Lüchow, Telefon-Nr.
05841 9715845
Mitte Oktober werden die neuen Räume der interessierten
Öffentlichkeit präsentiert.
Die höheren Kosten für die neuen
Räume in der Innenstadt von Lüchow können vom Verein getragen
werden, weil Mitglieder und Sponsoren diese wichtig Arbeit mit
Spenden unterstützen. Es ist jedoch die Grenze der Belastbarkeit
erreicht und deshalb bitten wir alle engagierten Bürger und
Bürgerinnen, den gemeinnützigen Verein durch eine
Fördermitgliedschaft oder eine Geldspende zu unterstützen.
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Werden Sie
Mitglied!
Beitrittserklärung als
Word-Datei.
Spendenkonto
Gorleben Archiv e.V.
Sparkasse Uelzen-Lüchow-Dannenberg
BLZ: 258 501 10, Kto: 44064 244
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Petra-Kelly-Preis 2010
Würdigung einer Vorkämpferin gegen die Atomenergie und
eines Symbols des gewaltfreien Widerstandes
Marianne Fritzen
Foto: Andreas Conrad.
PubliXviewinG Der diesjährige Petra-Kelly-Preis
der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung wird am 29. September
2010 an Marianne Fritzen überreicht. Sie ist eine Symbolfigur
des Widerstands gegen die Castor-Transporte. |
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Seit über 30 Jahren ist Marianne Fritzen in
der Anti-Atom-Bewegung aktiv.
„Die Entscheidung, Marianne Fritzen den Preis zu verleihen, ist
vor allem eine Würdigung ihrer politischen Biographie als
jahrzehntelange Vorkämpferin gegen die Atomenergie, als Symbol des
gewaltfreien Widerstands und eines breiten gesellschaftlichen
Bündnisses in der Region. Gleichzeitig wollen wir mit dem Preis
auch die neu erstarkte Anti-AKW-Bewegung auszeichnen. Der Kampf
gegen das Gefahrenpotential der Atomenergie wie gegen die
Atomrüstung war ein Kernanliegen von Petra Kelly, das nach wie vor
hoch aktuell ist.“, so die Begründung des Aufsichtsrats der
Heinrich Böll Stiftung, der auf Vorschlag des Vorstands die
Preisträger auswählt.
„Jeder tut, was er kann“
Als in den 1970er Jahren Pläne für den Bau eines Kernkraftwerkes
in Langendorf an der Elbe bekannt wurden, begann das politische
Engagement von Marianne Fritzen. Sie beteiligte sich 1973 an der
Gründung der Bürgerinitiative Umweltschutz e.V. Lüchow-Dannenberg.
Bis 1982 führte sie die Initiative als Vorsitzende. Ende der
1970er Jahre gehörte sie zu den Mitbegründerinnen der Grünen Liste
Umweltschutz in Niedersachsen, einer Vorläuferorganisation der
Grünen.
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Marianne Fritzen 1982 bei der Demonstration
"Tanz auf dem Vulkan".
Foto Torsten Schoepe.
www.wendland-archiv.de |
Von 1986 bis 1991 war sie für die Grünen Mitglied im Kreistag von
Lüchow-Dannenberg und im Samtgemeinderat Lüchow. Von 1991 bis 1996 war sie darüber hinaus stellvertretende
Bürgermeisterin von Lüchow. Über ihre Tätigkeiten in der
Bürgerinitiative hinaus gehörte sie von 1996 bis 2001 allen drei
Kommunalkörperschaften an. Sie verließ die Grünen im Jahr 2000 aus
Protest gegen den Atomkonsens der rot-grünen Bundesregierung mit
den Energieversorgern.
Die Heinrich-Böll-Stiftung verleiht den mit 10.000 Euro dotierten
Petra-Kelly-Preis seit 1998 alle zwei Jahre an Personen oder
Gruppen, die sich in herausragender Weise für die Achtung der
Menschenrechte, für gewaltfreie Konfliktlösung oder den Schutz der
natürlichen Umwelt einsetzen.
Der chinesische Anwalt Zhang Sizhi erhielt den Preis 2008 für sein
Engagement für die Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in
China.
2006 ging der Preis an den russischen Menschenrechtsanwalt Juri
Schmidt, der auch die Verteidigung von Michail Chodorkowski
koordinierte.
Im Jahr 2004 wurde der Petra-Kelly-Preis der kenianischen Umwelt-
und Menschenrechtsaktivistin Wangari Maathai verliehen, die später
mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Marianne Fritzen kommt in dem hier präsentierten Buch
ausführlich zu Wort: |
Susanne Kamien, Max Rheinländer
ÜberMacht & Phantasie
Geschichte(n) des Gorlebenwiderstands
ISBN 978-3-928117-19-7
24,90 Euro
Erhältlich in der Alte Jeetzel Buchhandlung in Lüchow. Bestellung per Email an
info@jeetzelbuch.de
Tel. 05841 5756
Fax 05841 6121Rezension
von Julian Einfeldt (19)/
Enkel von Marianne Fritzen
`ÜberMacht & Phantasie' ist ein Buch, das 30 Jahre
Widerstand gegen Atomtransporte und die Einrichtung
eines Endlagers für radioaktiven Müll im
niedersächsischen Wendland anschaulich dokumentiert.
Das in Interviewform gehaltene Buch lässt verschiedene
Protagonisten des Widerstands zu Wort kommen, sowie Menschen, die
auf verschiedene Weisen mit dem
Widerstand in Berührung gekommen sind.
Neben Marianne Fritzen, einem Urgestein aus der
Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, die ihre persönliche
Geschichte des Widerstands erzählt, enthält das Buch
Interviews unter anderem mit dem Künstler Uwe Bremer,
Vertretern der Bäuerlichen Notgemeinschaft, dem
CDU-Mann Eberhard von Plato und ein Gespräch
zwischen Marianne Fritzen und Umweltminister
Sigmar Gabriel. |
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Besonders interessant fand ich das Buch als Enkel von Marianne
Fritzen, da der Widerstand im Wendland, den es schon länger gibt
als mich selbst, natürlich auch eine Rolle in der eigenen
persönlichen und politischen Sozialisation gespielt hat. Auch wenn
nicht alle Leser im Buch so direkt an ein Stück
Familiengeschichte geführt werden; Es gibt inzwischen
mindestens eine Generation von Menschen, die mit
dem Widerstand gegen Atommüll aufgewachsen ist
und viele Leute aus dieser Generation werden mit
Szenen, die im Buch geschildert werden, auch Teile
ihrer persönlichen Geschichte verbinden. Aber auch für
Menschen, die sich bislang nicht mit der Historie des
Widerstands befasst haben, ist dieses Buch interessant.
Und Historie, soviel ist klar. sind einige Dinge, die in den
30 Jahren passiert sind, längst.
Die Auseinandersetzungen waren und sind
ausschlaggebend für den `Atomkonsens' und haben
mit anderen Bewegungen ihren Teil getan, eine
kritische Öffentlichkeit in der Bundesrepublik zu bilden.
Deshalb ist dieses Buch ein Tipp, für alle, die noch mal
auf ein Stück ihrer Geschichte zurückblicken wollen,
oder sich einfach näher mit Atomkraft oder aber auch
einfach mit der jüngeren deutschen Geschichte auseinandersetzen
möchten.
ÜberMacht & Phantasie
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Aktions- und Erinnerungswochenende
4. - 6. Juni 2010
30 Jahre Besetzung
Bohrstelle 1004
Republik Freies Wendland
Freitag, 4. Juni
16.00: Treffen auf dem Salinas-Gelände, Atomanlagen
zwischen Gorleben und Gedelitz
17.00: Lesung von Aufzeichnungen der Besetzung,
Salinas-Gelände zw. Gorleben und Gedelitz
Es lesen Christa Tornow und Wolfgang Kaven
20.00: Zeitzeugen erinnern sich, Gespräche auf dem Podium,
Gasthaus Wiese, Gedelitz
Samstag, 5. Juni
12.00: „Um 12 schlägt‘s 13!“, Umzingelung des
Erkundungsbergwerks, Atomanlagen
18.00: Konzert verschiedener Bands, Atomanlagen zwischen
Gorleben und Gedelitz
Sonntag, 6. Juni
10.00: Bauernfrühstück „wie damals“, Gasthaus Wiese,
Gedelitz
11.00: „Der Traum von einer Sache“ - Der Film über die Freie
Republik, Gasthaus Wiese, Gedelitz
13.00: Sonntagsspaziergang ums Erkundungsbergwerk,
Atomanlagen zw. Gorleben und Gedelitz
14.00: Gorlebener Gebet, beim Salinas-Gelände zwischen
Gorleben und Gedelitz
Freitag bis Sonntag:
Fotodokumentation „Hüttendorf
1004“, Gasthaus Wiese, Gedelitz
Zelten im Garten ,
Gasthaus Wiese, Gedelitz
BI Lüchow-Dannenberg e.V., Gorleben Archiv, Castorgruppe Höhbeck,
Gartow, Gorleben laden ein
Flyer zum Aktionswochenende:
30
Jahre FRW Online-Flyer.pdf |
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Der Film
Gorleben:
Der Traum von einer Sache
Regie: Roswitha Ziegler, Nils-Christian Bolbrinker, Bernd Westphal
Wendländische Filmkooperative 1981, 100 Min.
Der Film zeigt 33 Tage gelebter Utopie: Besetzung der
Bohrstelle1004 (Salzstock bei Gorleben), Aufbau und Leben in der
Republik Freies Wendland, dem Hüttendorf, in dem es an nichts
fehlte, von Passstelle und Freundschaftshaus über mit Windenergie
betriebenem Tiefbrunnen und Solar-Warmwasser-Anlage bis zum freien
wendländischen Friseursalon.
Selbst wenn am Ende die Zerstörung durch Planierraupen und mehr
als 6000 Polizisten steht, ist es „kein trauriger Film“ sondern er
zeigt einen zwar „zum Scheitern verurteilen Versuch, aber auch
eine Hoffnung, die nicht scheitern kann“.
Filmvorführung:
Pfingstsonntag, 23.5.2010 um 19 Uhr im Gasthaus Wiese
Gedelitz 21
29494 Trebel
Fon 05848 1259

Flyer zum Film als pdf-Datei
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Die
Menschenkette
im April 2010
war ein großer
Erfolg
www.anti-atom-kette.de
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2009
Auch das ist schon Geschichte
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Filmabend
am 17. Juli 2009 um 19.00 Uhr
im Festboden am Schloss Gartow

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8. Mai bis
11. Juni 2009
Ausstellung im Kreishaus Lüchow

“30 Jahre Widerstandsgeschichte“ - Plakatkunst gegen
Atomkraft
Vom 8. Mai bis 11. Juni 2009 ist im Foyer
des Lüchower Kreishauses die Plakat-Ausstellung „30 Jahre
Widerstandsgeschichte“ des Gorleben Archiv e.V. zu sehen. Sie
zeigt Plakatkunst, die im Zusammenhang mit der
Auseinandersetzung um Gorleben entstanden ist. Das bekannteste
Beispiel: ein Plakat, das Joseph Beuys bearbeitet und Martin
Mombaur gewidmet hat.
Der Eintritt ist selbstverständlich frei – wie bei allen
Veranstaltungen der Reihe "KuK - Kunst und Kultur im Kreishaus
Lüchow".
Podiumsdiskussion
Zur Eröffnung der Ausstellung am 8. Mai um 19 Uhr fand eine
Lesung statt. Auf dem Podium begegneten sich die beiden
Gorleben-Kontrahenten Marianne Fritzen und Klaus Poggendorf.
Stephan Wichert-von Holten moderierte die Veranstaltung „Was hat
uns bewegt“.

Podium im Kreishaus am 8. Mai 2009
Marianne Fritzen ist Mitbegründerin der Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, führte lange Jahre deren
Vorsitz, war als „Grüne“ Mitglied in verschiedenen
Kommunalparlamenten und geht auch mit 85 Jahren weiterhin gegen
Gorleben auf die Straße.
Klaus Poggendorf war von 1978-1996 Oberkreisdirektor des
Landkreises Lüchow-Dannenberg, erlebte die Auseinandersetzungen
um Gorleben nicht nur hautnah, sondern war als Chef der
Kreisverwaltung durch eine Vielzahl von Entscheidungen in den
Streit um die Standortbenennung für atomare Anlagen im Wendland
involviert.
 In dem Buch „ÜberMacht & Phantasie“, Geschichte(n) des Gorleben
Widerstands, von Susanne Kamien und Max Rheinländer, berichtet
Marianne Fritzen in Interviewform über ihre Erlebnisse zum Thema
Gorleben und ihre damit verbundene eigene Geschichte in der
politischen Auseinandersetzung.
Klaus Poggendorf, Autor der Dokumentation „Gorleben – Der
Streit“, beschreibt in seinem Buch, wie es zur Standortbenennung
Gorlebens für ein „Nukleares Entsorgungszentrum“, sowie zu der
Ansiedlung nuklearer Entsorgungsanlagen kam, die
parlamentarischen Auseinandersetzungen und Entscheidungen im
Landkreis Lüchow-Dannenberg und aus seiner Sicht, deren
Auswirkungen bis zum heutigen Tage.
Fritzen und Poggendorf kennen sich vom Anbeginn des
Gorleben-Konfliktes. Sie begegneten sich als Vertreterin der
„Grünen“ im Kreistag und als Verwaltungschef des Landkreises,
als Antragstellerin für die Veranstaltung einer Demonstration
und als Entscheidungsträger über deren Verbot oder Genehmigung,
sowie als ehemalige Nachbarn an ihrem gemeinsamen Wohnort in
Kolborn.
Unter der Moderation von Stephan Wichert-von Holten lasen die
beiden Protagonisten aus ihren Büchern, diskutieren ihre
Sichtweise und Interpretationen der Gorleben-Geschichte und
stellen sich den Fragen des Publikums. (Text aus:
www.mvld.de)
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