Wir machen Geschichte
Der Gorleben-Konflikt ist nicht
reif fürs Museum - Wir sind mittendrin.
Seit mehr als 30 Jahren hat der Anti-Atom-Widerstand im Landkreis
Lüchow-Dannenberg seine Spuren hinterlassen. Unzählige Dokumente
lagern verstreut auf Dachböden, in Kellern und Scheunen und drohen in
Vergessenheit zu geraten. Flugblätter, Fotos und Filme, Plakate,
Protokolle und Briefe zeichnen das Bild einer sozialen Bewegung, die
bis heute für ihre politischen Ziele kämpft: einerseits gegen die
Errichtung eines Nuklearen Entsorgungszentrum bei Gorleben und mit
Blick über den lokalen Tellerrand hinaus für ein Ende der sogenannten
friedlichen Atomenergie-Nutzung. Damit diese beispiellose
Entwicklungsgeschichte konzentriert, gebündelt und heutigen sowie
späteren Generationen zugänglich gemacht werden kann, haben Mitglieder
verschiedener Widerstandsgruppen den Verein: "Gorleben Archiv e.V." im
Jahr 2001 gegründet. Ziel des Vereins ist laut Satzung die "Sicherung
und Sammlung des vorhandenen und inzwischen historisch bedeutsamen
Materials über den Protest gegen die Umweltgefahren im Landkreis
Lüchow-Dannenberg." Wir wollen ein Archiv, das über die Konservierung der Materialien hinaus vor
allem jungen Menschen Anstöße zum politischen Handeln, zur Einmischung auch
außerhalb von Parlamenten gibt sowie die aufbereiteten Materialien
Wissenschaftlern und Journalisten für Recherchen zugänglich macht.
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Junge Besucher aus der dritten und vierten Generation des
Widerstands informieren sich darüber, wie alles anfing, als die
Urgroßeltern der Kleinen auf dem Arm 1977 an der ersten großen
Kundgebung bei Gorleben teilnahmen. |
Heute ist in Gorleben ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive
Abfälle und eine Castorhalle zur Lagerung von 3800 Tonnen hochradioaktiven
Mülls in Form von abgebrannten Brennelementen und Glaskokillen aus den
Plutoniumfabriken im französischen La Hague und vom britischen Sellafield.
Eine Konditionierungsanlage zur endlagerfähigen Verpackung aller Abfälle
wurde inzwischen errichtet, und die Bestrebungen, den unsicheren Salzstock
Gorleben zum Endlager zu machen, bestehen weiter. Der nächste
Castortransport steht vor der Tür. Die politische Sprengkraft ist also
aktueller denn je und der Gorlebenkonflikt noch lange nicht reif fürs Museum
- wir sind mittendrin.
Das Gorleben Archiv hat sich folgenden Zielen verschrieben:
A. Sicherung und Sammlung des inzwischen historisch
bedeutsamen Materials über den Protest
gegen die Umweltgefahren im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Wort und Schrift, Bild, Foto und Film,
B. Aufbewahrung und schrittweise Archivierung
des gesammelten Materials.
C. Durchführung
wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben.
| Wir bitten alle engagierten BürgerInnen, den gemeinnützigen Verein durch eine Fördermitgliedschaft
oder eine Geldspende zu
unterstützen.
Auch die
Übereignung von Dokumenten
sowie aktive Mitarbeit würden wir uns freuen.
Sichern wir gemeinsam die einzigartige Geschichte des Gorleben-Widerstands!
Beitrittserklärung als
Word-Datei.
Spendenkonto
Gorleben Archiv e.V.
Sparkasse Uelzen-Lüchow-Dannenberg
BLZ: 258 501 10, Kto: 44064 244
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Aktuelles
Das
Gorleben-Archiv bewahrt viele Geschichten
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